Warnung vor einer aktuell großen Abmahnwelle

Warnung vor einer aktuell großen Abmahnwelle

Die Warnung vor einer aktuell großen Abmahnwelle ist grundsätzlich nachvollziehbar – aber sie betrifft nicht automatisch jeden Sound oder jedes alte Video, sondern vor allem die, in denen geschützte Musik ohne passende Lizenz und zu kommerziellen Zwecken genutzt wurde.

→ Wie die Lage zu verstehen ist
Plattformen wie z.B. Instagram und Facebook haben zwar teils Musikbibliotheken und Lizenzvereinbarungen, diese gelten aber nach den Quellen grundsätzlich vor allem für die private, nicht-gewerbliche Nutzung. Bei kommerziellen Inhalten braucht es zusätzliche Rechte. Dazu zählen je nach Fall auch Synchronisationsrechte und Rechte an der konkreten Tonaufnahme, nicht nur am Song selbst. → schau mal hier: https://www.gema.de/de/w/instagram-das-ist-erlaubt
Ein Video, dass „schon vor Jahren hochgeladen“ wurde, schützt nicht sicher vor späteren Ansprüchen. Entscheidend ist, ob die Nutzung damals und heute rechtlich gedeckt war und ob die Plattformlizenz die konkrete Nutzung tatsächlich erfasst. → schau mal hier: https://www.e-recht24.de/urheberrecht/13142-musik-auf-instagram-abmahngefahr-wegen-urheberrechtsverletzung.html

→ Was „lizenzfrei“ in Insta oder Facebook bedeutet
Wenn in Instagram oder Facebook bei Sounds nach „lizenzfrei“ gesucht wird, bedeutet das nicht automatisch, dass jeder dort gefundene Sound für deinen Business-Content frei verwendbar ist. Auf Meta gibt es eine spezielle kostenlose Sound Collection, und die dort enthaltenen Titel sind laut Meta bzw. den verlinkten Quellen für die Nutzung auf Facebook und Instagram gedacht; das ist die deutlich sicherere Option als beliebige App-Sounds.
Wichtig ist der Unterschied zwischen „in der App verfügbar“ und „rechtlich für kommerzielle Zwecke freigegeben“. Gerade bei Business-Accounts kann ein Titel zwar sichtbar sein, aber dennoch nicht für Werbung, Markenkommunikation oder andere unternehmerische Nutzung freigegeben sein.

→ Praktisches Vorgehen:
Die sicherste Routine ist: erst prüfen, dann posten. Wenn Musik für kommerzielle Inhalte genutzt wird, sollte sie ausdrücklich für Social Media, die konkrete Plattform, die gewünschte Nutzungsart und idealerweise auch für Ads freigegeben sein. Außerdem sollten die Lizenzbedingungen als Screenshot oder PDF ablegt wurden sein. → Schau mal hier: https://www.epidemicsound.com/de/advertising/royalty-free-music-commercial/
Wenn bereits alte Videos mit unklarer Musik online sind, ist die risikoärmste Lösung meist: Audio entfernen, Video löschen oder mit sauber lizenzierter Musik neu veröffentlichen. Falls bereits eine Abmahnung kommt, Fristen notieren, nichts vorschnell unterschreiben und die Forderung rechtlich prüfen lassen.

→ Die Ampel-Regel
Grün: ausdrückliche Business-Lizenz, Social-Media-Nutzung erlaubt, Plattform passt, Nachweis vorhanden Gelb: nur in der App sichtbar, Nutzungsrechte unklar, Plattform oder Werbung nicht eindeutig freigegeben. Rot: kein klarer Nachweis, Trend-Sound ohne Business-Rechte, fremde Musik ohne belastbare Lizenz.

→ Beste Schutzstrategie = die Meta Sound Collection (kostenfrei innerhalb der Meta-Plattformen) oder andere ausdrücklich kommerzielle Musikbibliotheken Artlist (Abo-Modell, kommerzielle Nutzung), Epidemic Sound (Abo-Modell, flexible Nutzung auf allen Plattformen), YouTube Audio Library (teilweise kostenfrei, Nutzung unter Beachtung der Lizenzbedingungen), PremiumBeat oder AudioJungle (Einzellizenzen für bestimmte Projekte) nutzen, zum Beispiel mit sauberer Business-Lizenz. Für plattformübergreifende Nutzung sind Anbieter mit klaren kommerziellen Rechten oft besser als Plattform-Sounds allein. ACHTUNG: Canva → die Musik darf im Canva-Video verwendet werden (wenn ein Pro-Account vorhanden ist), aber nicht automatisch auf Social Media veröffentlichen, wenn die Musik dafür nicht ausdrücklich lizenziert ist!!! Der wichtigste Satz dazu lautet: Wenn du nicht sicher sagen kannst, dass die Nutzung kommerziell erlaubt ist, verwende den Sound nicht. Das ist in der Praxis die robusteste Schutzregel gegen Abmahnrisiken.
→ Wie kann erkannt werden, ob die bereits hochgeladene Musik für die Social Medias lizenziert ist?

Es gibt KEIN Tool, das automatisch sagt, ob ein Sound in einem bestehenden Reel rechtlich erlaubt ist.

Warum? Weil Instagram/Facebook nicht anzeigen, ob ein Sound:

privat lizenziert ist
kommerziell lizenziert ist
nur für Creator freigegeben ist
nur für organische Nutzung erlaubt ist
oder gar nicht lizenziert ist

→ es muss manuell geprüft werden.

Schritt 1 – Sound antippen
Öffne das Reel → tippe auf den Soundnamen unter dem Profilbild.

Du siehst dann:
Soundtitel
Soundquelle
Soundtyp
Anzahl der Reels, die ihn nutzen

Schritt 2 – Soundtyp erkennen
Es gibt drei Arten von Sounds:
1. „Original Audio“ → von einem Nutzer hochgeladen → für Unternehmen NICHT erlaubt
2. „Music“ / „Song“ → kommerzielle Musik → für Unternehmen NICHT erlaubt, außer du hast eine externe Lizenz
3. „Meta Sound Collection“ → für Unternehmen erlaubt → sicherste Option→ Nur Meta Sound Collection ist wirklich grün.

Schritt 3 – Prüfen, ob der Sound aus der Meta Sound Collection stammt
Das erkennst du an:

  • dem Hinweis „Meta Sound Collection“
  • oder dem kleinen Meta-Icon
  • oder daran, dass der Sound nicht als „Original Audio“ oder „Music“ markiert ist.

Wenn du das nicht siehst → Sound ist NICHT sicher.

Schritt 4 – Wenn unklar → Sound als „unsicher“ einstufen
Wenn du nicht eindeutig erkennen kannst, dass der Sound kommerziell erlaubt ist → Sound ist NICHT erlaubt.

→ Was du tun solltest, wenn der Sound NICHT sicher ist
Option A – Audio entfernen → Reel bearbeiten → „Audio entfernen“ → sicherste Lösung
Option B – Reel löschen → Wenn Audio nicht entfernbar ist.
Option C – Reel neu veröffentlichen → Mit: Meta Sound Collection oder eigener lizenzierter Musik

→ Warum das so wichtig ist
Weil Unternehmen bei falscher Musiknutzung riskieren:

  • Abmahnungen (400–2.500 €)
  • Stummschaltung
  • Löschung
  • Account-Einschränkungen
  • Vertragsstrafen bei Kooperationen

Und: Instagram zeigt nicht, ob ein Sound kommerziell erlaubt ist. Das muss selbst geprüft werden!
Wenn ein Reel mit Canva-Musik o.ä. hochgeladen wurde ist das ein Problem!!!
Canva-Musik ist NICHT automatisch für Instagram oder Facebook lizenziert. Das gilt selbst dann, wenn:

  • das Video für Social Media erstellt wurde
  • Canva Pro vorhanden ist
  • Canva sagt, dass die Musik „kommerziell nutzbar“ ist

Warum? → Weil Canva dir eine Design-Lizenz gibt – aber keine Social-Media-Veröffentlichungslizenz, die Meta verlangt.
Was passiert, wenn Canva-Musik ohne Social-Media-Lizenz bzw. keine Musikbibliotheken genutzt werden?

  • Abmahnungen → ca. 400–2.500 € pro Fall
  • Video-Sperrung / Stummschaltung → Meta erkennt unlizenzierte Musik automatisch.
  • Account-Einschränkungen → Bei Wiederholung:
  1. Musikfunktionen gesperrt
  2. Reichweite reduziert
  3. im Extremfall: Account-Sperre
  • Vertragsrisiken bei Kooperationen → Marken können Vertragsstrafen verlangen.

Musik-Tools, die rechtssicher für Unternehmen nutzbar sind – NEBEN der KOSTENLOSEN Meta Sound Collection.
→ Es gibt nur sehr wenige Tools, die wirklich sicher für Social Media sind. Die meisten sind es NICHT.
folgende Tools bieten echte kommerzielle Lizenzen, die Social Media einschließen:
1. Epidemic Sound – Warum sicher?
• Kommerzielle Nutzung inklusive
• Social Media Nutzung inklusive
• Keine GEMA-Probleme
• Lizenz gilt für Instagram, Facebook, TikTok, YouTube
• Auch für Ads nutzbar (je nach Plan)

2. Artlist – Warum sicher?
• „Forever License“ für alle Plattformen
• Kommerzielle Nutzung inklusive
• Social Media + Ads erlaubt
• Sehr große Auswahl

3. Soundstripe – Warum sicher?
• Kommerzielle Nutzung
• Social Media Nutzung
• Ads erlaubt
• Sehr klare Lizenztexte

4. PremiumBeat – Warum sicher?
• Einzellizenzen
• Sehr klare Nutzungsrechte
• Social Media & Ads möglich

5. YouTube Audio Library – Warum sicher?
• Viele Tracks sind kommerziell nutzbar
• Social Media oft erlaubt
• Teilweise kostenlos

🎨✨ Kreativmarkt auf dem Neumarkt in Gotha ✨🎨

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